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Der Schicksalsmonat Mai im Schicksalsjahr 1907 - ein Graf gesundet durch die Brathskartoffeln |
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| An dieser Stelle sollte einmal etwas gesagt werden über die Rheinländerinnen. Die haben das Herz auf dem rechten Fleck, sagen unverblümt ihre Meinung und sind davon überzeugt, dass der liebe Gott nichts dagegen hat, wenn sich seine Schäflein nach harter Arbeit auch amüsieren. Henriette feierte also, wie jedermann zwischen Köln und Aachen, "Fastelovend", also Karneval. Im Jahre 1904 nahm sie auf Vermittlung eines Verehrers am Kölner Rosenmontagszug teil - und zwar in der Fußgruppe (siehe Abbildung) der "hillige Mädche und Knächte", die auch heute noch in jedem Kölner Karnevalsumzug mitmachen. |
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Ein Foto von 1906 zeigt "Jettche" Braths in einem für damalige Zeiten gewagten Karnevalskostüm. Sie war damals zu einer Frau mit den richtigen Rundungen an den richtigen Stellen herangewachsen, wie man sieht. Zu dem Kostümball in Düren trug sie Hosen! Frauen in Hosen wie die französische Schriftstellerin George Sand galten als skandalös. Doch Henriette Josefa Braths hatte mit solchen Bedenken "nix am Hoot", ja sie trug sogar, wenn sie auf Vaters Droschkenpferd durch Vettweiß ritt, Reiterhosen und ritt nicht im Damensattel, was als unschicklich betrachtet wurde. Überliefert ist ihr Kommentar: "Wenn ich Ääzze döppe, mach ich de Been och breit, um die Kump zweschen de Knie ze hahle - watt sull daran unschicklich sinn?" (Wenn ich Erbsen aus den Schoten puhle, mache ich auch die Beine breit, um die Schüssel zwischen meinen Beinen zu halten - was soll daran unschicklich sein?)
Man muß also etwas um die frisch-freche Verwegenheit der Rheinländerinnen wissen, um zu begreifen, was an einem Sonntag im Mai 1907 geschah. In Vettweiß wurde aus einem Personenzug eine "vornehme Mannsperson" mehr herausgetragen, als dass diese "Mannsperson" gegangen wäre. Begleitet wurde der vornehme Gast von einem Diener, der aufgeregt nach einem Arzt rief. Kein Zweifel: Der Reisende war krank, sein Gesicht kreidebleich, Schweißtropfen standen auf seiner Stirn. Der Diener und zwei Gepäckträger trugen den Kranken in die Bahnhofs-Gaststätte, wo man ihn auf eine Bank legte. Der Diener, der unüberhörbar Wiener Dialekt sprach, forderte, man solle dringendst nach einem Arzt schicken, denn seinem Herrn Graf Lajos gehe es, wie man doch sehe, sehr elend.
Hier griff nun das Schicksal ein. "Jettche" Braths, an diesem Tag als Köchin in der Gaststätte tätig, erklärte dem Diener kurz und bündig: "Bes mer dä Doktor uss Ooche he han, ist dä Häär vielleech schon duht!" (Bis wir den Arzt aus Aachen hier haben, ist der Herr vielleicht schon tot!"). Wie immer im Leben: Wenn allgemeine Ratlosigkeit herrscht, klammert man sich an den, der als erster die Initiative ergreift. Und das war Henriette Braths, die mit frischen Handtüchern und einer Schlüssel kaltem Wasser erschien, dem Herrn Grafen die Stirn wusch, seinen Hemdkragen öffnete, die Hosenbeine hochschob und kalte Wadenwickel machte - und die entscheidende Eingebung hatte: Vielleicht lag ja eine Lebensmittelvergiftung vor! Sie steckte dem Grafen einfach zwei Finger tief in den hochherrschaftlichen Rachen - und siehe da: Der vornehme Herr, der schon fantasierte, erbrach sich fast 10 Minuten lang, kam dann wieder zu sich - und ließ die Hand nicht mehr von Jettche los.
Inzwischen war ganz Vettweiß auf den Beinen, Vater Braths war mit seiner Kutsche (das Foto zeigt ihn um 1902) zum Schloß Müddersheim gefahren, um dort zu berichten, dass ein Graf aus Österreich krank im Bahnhofs-Gasthaus liege. Es versteht sich von selbst, dass der Graf zum Schloß gebracht wurde - und mit ihm Henriette, die er im Fieberwahn abwechselnd als "Engel" und "Julischka" bezeichnete. Als der aus Düren herbeitelefonierte Medizinalrat Dr. Tuppes gegen 16.00 Uhr erschien, war der Graf jedoch schon "über dem Berg". Dr. Tuppes verabreichte ein fiebersenkendes Pulver, ordnete mehrere Tage Bettruhe an und erklärte dem Grafen Lajos, dass das beherzte Eingreifen von "Fräulein Henriette" ihm wohl das Leben gerettet habe. Henriette möge durchaus noch einige Tage bei ihm wachen, denn sie habe sich ja als Krankenschwester bewährt.
Was dem "Fräulein Henriette" aber nicht gefiel, das war der Gewichtsverlust des Grafen, der wenig essen wollte und alle Leckerbissen, die die Schloßküche aufzubieten hatte, liegen ließ. Nach drei Tagen riß dem Jettche der Geduldsfaden. Sie marschierte in die Schloßküche und bereitete Röstkartoffeln zu - mit wenig Butter braun geröstet, jedoch noch ohne Zwiebelstückchen, denn sie wollte ihren Patienten vor Blähungen bewahren. Jettche zwang den Grafen förmlich, den Teller leer zu essen. Der hatte Röstkartoffeln (man merke: später als Brathskartoffeln weltberühmt geworden!) noch nie gegessen, aber der herzhafte Geruch stieg ihm aus der Pfanne in die Nase - und der Graf "schlug zu". Er verputzte den Inhalt der ganzen Pfanne und aß nun jeden Mittag Röstkartoffeln. Nach sechs Tagen konnte "minge Lajosch", wie Jettche später erzählte, mit ihr im Schloßpark spazieren gehen - ehe er nach Aachen ins Heilbad weiterfuhr zur endgültigen Rekonvaleszenz. Man ahnt schon: Jettche kam mit, sehr zum Ärger des gräflichen Dieners, der diskrete Andeutungen machte, "dass die Mission gestört werden kann!"
Um was für eine Mission handelte es sich? Wer war der geheimnisvolle Graf? Bitte lesen Sie das nächste Kapitel.
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Empfehlungen und News, nicht nur Brathskartoffeln betreffend | |
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| "Jettche" Braths verwendete Butter für ihre Brathskartoffeln. "Kerrygold" aus Irland kannte sie damals nicht, aber Sie können mehr erfahren über die Butter von der grünen Insel - klick auf www.kerrygold.de |
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| Nach anfänglicher Skepsis des Vettweißer Gemeinderats, ob man
sich ernsthaft mit der berühmtesten Bürgerin von Vettweiß auseinandersetzen soll, scheint nun die Vernunft zu siegen. Die von der Gemeinde unterstützte "Kulturinitiative e.V." will ein Theaterstück herausbringen, in dessen Mittelpunkt die schicksalhafte Begegnung der Henriette Braths mit dem ungarischen Grafen Lajos steht.
Die Redaktion dieses Informationsdienstes hat einen Zuschuß von zweitausend Euro für dieses Theaterstück zugesagt. |
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| Wenn es den Club damals schon gegeben hätte, dann wäre Henriette Braths sicherlich Ehrenmitglied geworden. Besuchen Sie doch einmal den MAGGI Kochstudio Club |
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| Und haben Sie schon gewußt, dass das umfangreichste Baulexikon über 12.100 Einträge und tausende Fotos oder Zeichnungen umfaßt? Hier können Sie sich informieren unter www.das-baulexikon.de |
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| Zwar nicht zehntausende, aber hunderte Fertighäuser werden in der führenden Website über vorgefertigte Häuser vorgestellt. Informieren Sie sich bei www.fertighaus.de |
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| Henriette Josefa Braths war, wie man nachlesen kann, mit einem Grafen und später mit einem Gutsbesitzer liiert. Privatschlösser baut man heute in Fertigbausweise, siehe www.luxus-fertighaus.de |
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Wer kein Fachwerkhaus neu bauen und auch kein altes restaurieren will, weil letzteres teuer und aufwändig ist, der sollte sich einmal die Website www.ausbauhaus.de anschauen. Durch Eigenleistung kommt man günstiger zu den eigenen vier Wänden. |
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| Dass zu einem jungen Haus ein chices Bad paßt, ist selbstverständlich. Selbstverständlich sollte sich auch jeder, der ein Bad für sein neues Haus braucht oder der das alte Bad neu gestalten will, Anregungen holen bei www.traumbad.de |
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| Anregungen tausendfach holt sich jeder, der Haus und Garten verschönern will, bei www.baumarkt.de - hier findet man auch rund 650 Bauanleitungen zum Selbermachen. |
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| Unter www.baumarkt-shopping.de sind interessante Shops zu erreichen, die auch Spezialitäten wie historische Möbelbeschläge oder moderne Designerleuchten verkaufen. |
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