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Elternhaus und Jugendjahre von 1884 - 1900 |
Henriette Josefa Braths wurde am 31. Oktober 1884 in Malmedy (heute Belgien) geboren als
Tochter des Fuhrunternehmers Josef Berthold Braths und seiner aus Liége (Lüttich) stammenden Ehefrau Madeleine geb. Dechamps. Henriettes
Vater stammte aus Düren, hatte den Militärdienst bei den Deutzer Ulanen (in Köln) absolviert und zunächst als Vorarbeiter in der
belgischen Textilindustrie in Liége gearbeitet, wo er auch seine spätere Frau kennenlernte. Sein Vater Heinrich Braths, der Großvater
(Foto) der kleinen Henriette, an dem das Kind sehr hing und dessen gewaltigen Bart sie mit Hingebung zu zupfen pflegte,
hatte seinem Sohn das Fuhrgeschäft, das um 1880 aus immerhin sechs Pferdegespannen bestand, aufgrund einer kleinen Erbschaft kaufen
können. 1880 war im übrigen für die Familie Braths ein entscheidendes Jahr, weil der Onkel von Henriette, nämlich Jacques Braths in die
USA auswanderte und im US-Bundesstaat New Jersey ansässig wurde. Dort nannte er sich "Jack", sein Neffe Anthony (der jüngere Bruder von Henriette) folgte ihm Jahrzehnte später.
Doch zurück nach Vettweiß und dem Fuhrgeschäft von Henriettes Vater.
Henriette war schon von früh auf den Umgang mit Pferden gewohnt. Ihr Vater, der drei Jahre als Ulan (berittener Soldat) in
Dienst war, hatte ihr auch das Reiten beigebracht.
Dieser Umstand wird später, wie man sehen wird, noch von Bedeutung sein. Jedenfalls hatte es der Vater, als Henriette auf die Welt kam,
schon zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht und konnte das kleine Mädchen (das Foto zeigt Henriette mit 15 Monaten) fein
herausputzen. Um zu verstehen, wieso sich das Mädchen mit nur Volksschulbildung später so gewandt in besseren Gesellschaftskreisen
bewegen konnte, sollte man etwas über die Geschichte des deutsch- belgischen Grenzgebietes bei Aachen wissen und auch erfahren, aus
welchen Kreisen ihre Mutter stammte. Madeleine Dechamps war Wallonin, ihre Muttersprache war also französisch und mit ihren beiden
Kindern sprach sie immer französisch, obwohl sie - wie alle aus dem deutsch-belgischen Grenzgebiet - gut deutsch sprach.
Sie war verwandt mit der Aachener Industriellenfamilie Dechamps (Webereien) und konnte diese Beziehungen nutzen, um ihrem Mann die
offizielle Genehmigung als Frachtgut-Fuhrunternehmer am Malmedyer Bahnhof zu verschaffen. Madeleine Dechamps hatte im übrigen eine gute
Erziehung in einer höheren Töcherschule erhalten. Das Gruppenfoto zeigt sie (hinten Mitte) um das Jahr 1870 im Kreise der anderen
"höheren Töchter". Dass sie einen einfachen Arbeiter heiratete und dann sogar "einen Preußen" (das Rheinland war damals eine preußische
Provinz), schmeckte den Eltern überhaupt nicht, aber Madeleine setzte sich durch. Es war eine Liebesheirat und den starken Willen hat
Henriette wohl von ihrer Mutter geerbt.
Der Vater gab sich als strammer Ex-Soldat aus, war auch Mitglied des Kriegervereins (rechts sein Mitgliedsbuch) und ärgerte sich
Zeit seines Lebens, dass er zu jung war, um am deutsch-französischen Krieg von 1871/72 teilnehmen zu können.
Als Henriette drei Jahre alt war, verpachtete ihr Vater aus gesundheitlichen Gründen das Fuhrgeschäft und zog mit seiner Familie 1887
nach Vettweiß, wo er ein beschauliches Leben führte, sich eine Pferdedroschke zulegte und Bahnreisende vom und zum Vettweißer Bahnhof
expedierte. Das hier gezeigte Foto muß aus diesen Jahren stammen, es zeigt die Eltern (hinten links), ein Dienstmädchen (rechts mit dem
Ziegenbock) und in dem Wägelchen Henriette und ihren kleineren Bruder Antoine, der später nach Amerika auswanderte, sich dort
Antony nannte und bis 1939 im "Kartoffelstaat" Maine im Nordosten der USA alljährlich den deutsch-amerikanischen "Braths' Potatoe Day"
inszenierte, wie wir an anderer Stelle noch dokumentieren werden.
Dass in Maine auch heute noch eine "Potatoe Blossum Queen" (Kartoffelblüten-Königin) gekürt wird, geht auf Antony Braths zurück!
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Empfehlungen und News, nicht nur Brathskartoffeln betreffend | |
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| "Jettche" Braths verwendete Butter für ihre Brathskartoffeln. "Kerrygold" aus Irland kannte sie damals nicht, aber Sie können mehr erfahren über die Butter von der grünen Insel - klick auf www.kerrygold.de |
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| Nach anfänglicher Skepsis des Vettweißer Gemeinderats, ob man
sich ernsthaft mit der berühmtesten Bürgerin von Vettweiß auseinandersetzen soll, scheint nun die Vernunft zu siegen. Die von der Gemeinde unterstützte "Kulturinitiative e.V." will ein Theaterstück herausbringen, in dessen Mittelpunkt die schicksalhafte Begegnung der Henriette Braths mit dem ungarischen Grafen Lajos steht.
Die Redaktion dieses Informationsdienstes hat einen Zuschuß von zweitausend Euro für dieses Theaterstück zugesagt. |
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| Wenn es den Club damals schon gegeben hätte, dann wäre Henriette Braths sicherlich Ehrenmitglied geworden. Besuchen Sie doch einmal den MAGGI Kochstudio Club |
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| Henriette Josefa Braths war, wie man nachlesen kann, mit einem Grafen und später mit einem Gutsbesitzer liiert. Privatschlösser baut man heute in Fertigbausweise, siehe www.luxus-fertighaus.de |
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